An dem Ufer der Teiche und Flüsse, im schwarzen Dickicht, wiegt sich die Nußalka auf schwankenden Zweigen und singt und bindet aus ihrem Haare goldene Fesseln, mit denen sie den Bethörten, der ihr naht, gefangen nimmt und eine goldene Schlinge in der sie ihn erwürgt; in den von grünem Gitterwerk verschleierten Höhlen des Gebirges wohnen die muthwilligen und verliebten Majki, welche hoch oben auf grünen Wiesen ihre Zaubergärten mit goldenen Zäunen einschließen, Brücken aus Perlen über die rauschenden Wasser bauen, und auf blumigen Waldblößen tanzen, sie entführen Jünglinge, die ihnen gefallen und bezaubern sie mit ihren duftigen bekränzten Locken, ihren zarten Gliedern, aber in ihrem schönen Antlitz, in ihren blitzenden Augen wohnt keine Seele. Wie Wölfe in Rudeln durchstreifen die wilden Weiber, die das Volk auch die Göttinnen nennt, Wälder und Berge, ein entsetzliches Geschlecht, das die Kinder der Menschen entführt und ihre häßlichen Wechselbälge in ihrer Wiege zurückläßt, das die alten Männer zu Tode kitzelt und die jungen nach der Brautnacht grausam erdroßelt. Unter dem Volke wohnen auch die Wissenden, welche die geheimen Kräfte der Natur beherrschen, welche das Pestkraut kennen und die giftigen Schlangenbisse heilen …